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Betrügerische Nachrichten erkennen

Eine Nachricht verlangt eine schnelle Zahlung oder die Eingabe Ihres Passworts? Unterbrechen Sie den Vorgang und prüfen Sie die Aufforderung über einen bereits bekannten Kontaktweg. Ein vertrauter Name oder ein bekanntes Logo allein beweist nicht, wer die Nachricht geschickt hat.

Warnzeichen gemeinsam betrachten

Betrügerische Nachrichten können per E-Mail, SMS oder Messenger eintreffen. Häufig soll eine Kontosperre verhindert, eine Zustellung bestätigt oder ein angebliches Problem sofort behoben werden. Die Absender möchten, dass Sie handeln, bevor Sie die Situation in Ruhe prüfen.

Achten Sie besonders auf unerwartete Anhänge, ungewöhnliche Aufforderungen und die Forderung nach vertraulichen Daten. Prüfen Sie die vollständige Absenderadresse, soweit Ihr Programm diese anzeigt. Fragen Sie bei einer seltsamen Nachricht eines bekannten Kontakts auf einem anderen Weg nach. Dies empfiehlt das BSI in seinen Basistipps zur IT-Sicherheit.

Ein einzelnes Merkmal entscheidet nicht sicher über die Echtheit. Auch fehlerfreies Deutsch, eine persönliche Anrede oder eine überzeugende Gestaltung können in betrügerischen Nachrichten vorkommen. Das BSI erklärt diese Täuschungsmöglichkeiten unter E-Mail-Sicherheit: Mythen im Faktencheck.

So prüfen Sie eine verdächtige Aufforderung

  1. Unterbrechen: Antworten Sie zunächst nicht. Öffnen Sie keinen verdächtigen Anhang und verwenden Sie den angebotenen Link nicht.
  2. Den Zusammenhang prüfen: Erwarten Sie überhaupt eine Nachricht dieses Unternehmens? Passt die Aufforderung zu einem Vorgang, den Sie kennen?
  3. Selbst zum Anbieter gehen: Öffnen Sie dessen bereits eingerichtete App oder verwenden Sie eine bekannte, selbst gespeicherte Internetadresse.
  4. Unabhängig nachfragen: Nutzen Sie eine Telefonnummer aus Ihren eigenen Unterlagen. Übernehmen Sie die Nummer nicht ungeprüft aus der verdächtigen Nachricht.
  5. Erst danach entscheiden: Wenn die Aufforderung nicht bestätigt werden kann, führen Sie die verlangte Handlung nicht aus.

Wenn Sie beim Prüfen unsicher sind, können Sie eine vertraute Person hinzunehmen. Bitten Sie sie, mit Ihnen die Nachricht einzuordnen. Passwörter, PIN und Einmalcodes müssen Sie dafür nicht mitteilen. Ein Einmalcode ist beispielsweise ein nur kurz gültiger Code zur Bestätigung einer Anmeldung oder Zahlung.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Sie bekommen eine SMS, nach der Ihr Bankzugang heute gesperrt werden soll. Eine Schaltfläche führt angeblich zur Freischaltung. Öffnen Sie stattdessen Ihre bekannte Bank-App oder rufen Sie Ihre Bank über die gespeicherte Nummer an. Eine dort nicht bestätigte SMS ist kein Anlass, auf einer fremden Seite Zugangsdaten einzugeben.

Die Polizei erläutert, wie gefälschte Anmeldeseiten und unberechtigte Anmeldebestätigungen missbraucht werden können. Lesen Sie dazu die Hinweise zu Konto- und Zahlungsdienstmissbrauch. Bestätigen Sie keine Anmeldung oder Zahlung, die Sie nicht selbst veranlasst haben.

Wenn Sie bereits Daten eingegeben haben

Notieren Sie, was passiert ist: Zeitpunkt, betroffener Anbieter und welche Art von Daten Sie eingegeben haben. Halten Sie die Nachricht als Beleg fest. Bei betroffenen Zahlungsdaten oder einer bereits ausgelösten Zahlung nehmen Sie umgehend über einen bekannten Kontaktweg Verbindung mit Ihrer Bank oder dem Zahlungsdienst auf.

Nutzen Sie den offiziellen Wiederherstellungs- oder Sicherheitsweg des betroffenen Kontos. Hilfe zu den nächsten Schritten und zur Anzeige bietet die Polizei unter Sicher Handeln: Hilfe bei Onlinebetrug. Lassen Sie sich durch einen weiteren Anruf mit angeblichen Rettungsangeboten nicht zu neuen Zahlungen drängen.

Redaktioneller Stand und Quellenabgleich: 20.10.2026.