Die gesetzliche Altersrente beginnt nicht allein dadurch, dass Sie Ihr Arbeitsleben beenden. Sie müssen einen Antrag stellen. Klären Sie zuerst die passende Rentenart und den gewünschten Beginn. Danach wählen Sie den Antragsweg, vervollständigen Ihre Angaben und sichern den Nachweis über die Abgabe.
Rentenbeginn und Antrag frühzeitig auseinanderhalten
Die Deutsche Rentenversicherung empfiehlt für die Altersrente eine Antragstellung etwa drei Monate vor dem beabsichtigten Beginn. Das ist eine Planungsempfehlung und keine Zusage, wann Ihr Antrag entschieden wird. Welche Altersrente und welcher Beginn für Sie möglich sind, hängt von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab. Die amtliche Übersicht Wie beantrage ich meine Rente? erläutert den Einstieg.
Schreiben Sie auf ein Blatt: „Ich möchte ab diesem Monat Altersrente beziehen.“ Ergänzen Sie offene Fragen zum Beginn. Wenn der gewünschte Termin nahe ist oder bereits zurückliegt, wenden Sie sich zeitnah an Ihren Rentenversicherungsträger. Leiten Sie aus dem empfohlenen Vorlauf keine eigene Berechnung eines rückwirkenden Rentenbeginns ab.
Einen passenden Antragsweg auswählen
Sie können den Antrag über die offiziellen Online-Services stellen. Die Rentenversicherung nennt außerdem ihre Auskunfts- und Beratungsstellen, Versichertenberaterinnen und Versichertenberater sowie Versicherungsämter und Gemeindeverwaltungen als Unterstützung beim Antrag. Prüfen Sie bei der gewünschten Stelle, wie die Antragsaufnahme organisiert ist. Weitere Hinweise bietet die Broschüre Ihr Rentenantrag: So geht’s.
Entscheiden Sie, womit Sie gut zurechtkommen: selbst am Computer arbeiten oder einen Termin zur Antragsaufnahme vereinbaren. Ein gespeicherter Online-Entwurf ist noch kein abgesendeter Antrag. Achten Sie am Ende auf die Bestätigung des verwendeten Dienstes. Lassen Sie sich bei einem Termin erklären, was bereits übermittelt wurde und was Sie noch erledigen müssen.
Angaben aus vorhandenen Unterlagen übernehmen
Beginnen Sie mit Versicherungsnummer, Bankverbindung und Angaben zu Ihrer Kranken- und Pflegeversicherung. Je nach Anliegen kommen weitere Daten und Nachweise hinzu. Die amtliche Liste Benötigte Unterlagen für die Antragstellung ist eine Vorbereitungshilfe. Nicht jeder dort genannte Nachweis wird in jedem Fall gebraucht.
- Legen Sie den vorhandenen Versicherungsverlauf neben den Antrag.
- Markieren Sie Zeiträume, zu denen Angaben fehlen oder unklar sind.
- Sammeln Sie dazu vorhandene Nachweise, etwa über Ausbildung oder Beschäftigung im Ausland.
- Schreiben Sie auf, welche Angaben Sie noch bei der Rentenversicherung klären möchten.
Übertragen Sie Nummern sorgfältig und prüfen Sie sie ein zweites Mal. Raten Sie bei unklaren Fragen nicht. Notieren Sie die genaue Frage aus dem Formular und lassen Sie sich erläutern, wie Sie diese beantworten oder fehlende Unterlagen nachreichen können.
Abgabe und Rückfragen nachvollziehbar festhalten
Bewahren Sie eine Kopie oder den gespeicherten Ausdruck des eingereichten Antrags auf. Legen Sie die Eingangsbestätigung dazu und notieren Sie das Abgabedatum. Eine gemeinsame Ablage hilft Ihnen, spätere Nachfragen mit Ihren ursprünglichen Angaben abzugleichen.
Wenn weitere Nachweise angefordert werden, lesen Sie das vollständige Schreiben. Notieren Sie Dokument, Empfänger und den dort genannten Termin. Halten Sie fest, wann und auf welchem Weg Sie geantwortet haben. Eine Antragsbestätigung ist noch keine Rentenbewilligung; dafür ist der spätere Bescheid maßgeblich.
Ihre kurze Checkliste
- Rentenart und beabsichtigten Beginn individuell geklärt.
- Antragsweg ausgewählt und gegebenenfalls Termin vereinbart.
- Angaben und benötigte Nachweise sorgfältig zusammengestellt.
- Antrag tatsächlich abgesendet oder aufgenommen, Bestätigung abgelegt.
- Offene Nachweise und nächste Rückfrage notiert.
Für die Vorbereitung eines persönlichen Gesprächs hilft außerdem die Checkliste zur Rentenberatung.
Redaktioneller Stand und Quellenabgleich: 20.10.2026. Diese Anleitung betrifft die gesetzliche Altersrente. Andere Rentenarten haben eigene Anforderungen.
