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Wohnung auf Stolperfallen prüfen

Prüfen Sie Ihre Wohnung entlang der Wege, die Sie täglich benutzen. Notieren Sie Hindernisse und teilen Sie die Aufgaben auf: Was lässt sich leicht wegräumen, und was braucht Unterstützung oder eine fachliche Prüfung? Ein kurzer Rundgang kann übersichtlicher sein als eine große Aufräumaktion.

Diese Anleitung betrifft die Wohnumgebung. Sie dient nicht dazu, gesundheitliche Ursachen für Unsicherheit beim Gehen selbst zu beurteilen. Lassen Sie sich beim Rundgang begleiten, wenn Sie sich dabei unsicher fühlen.

Mit einem häufig genutzten Weg beginnen

Wählen Sie beispielsweise den Weg vom Bett zum Bad oder vom Wohnzimmer zur Küche. Gehen Sie ihn bei ausreichendem Licht durch. Nehmen Sie keine zusätzlichen Hindernisse in Kauf, nur um zu testen, ob Sie noch daran vorbeikommen.

Achten Sie auf Taschen, abgestellte Schuhe, Kabel und hochstehende Teppichkanten. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nennt typische Stolperfallen in Wohnung, Treppenhaus und Eingangsbereich.

Notieren Sie jeden Fund mit dem genauen Ort: „Ladekabel zwischen Sessel und Tür“ ist hilfreicher als „Wohnzimmer unsicher“. Eine einfache Liste mit den Spalten Ort, Aufgabe und zuständige Person reicht aus.

Freie Wege und erreichbare Dinge prüfen

Stellen Sie bewegliche Gegenstände, die Sie sicher selbst tragen können, an einen festen Platz außerhalb des Laufwegs. Achten Sie darauf, dass das Hindernis dadurch nicht vor der nächsten Tür steht. Für schwere Möbel bitten Sie um Hilfe.

Prüfen Sie, ob häufig benötigte Dinge ohne Klettern erreichbar sind: Telefon, Brille, Schlüssel oder Geschirr. Die DGUV-Broschüre zur häuslichen Pflege empfiehlt freie Bewegungsflächen und gut erreichbare Alltagsgegenstände.

Steigen Sie für die Prüfung nicht auf Stühle und verändern Sie keine Elektroinstallation. Lassen Sie lose Kabel fachgerecht verlegen, wenn einfaches Umordnen nicht genügt. Schwellen oder andere feste Bauteile gehören auf die Liste für eine geeignete Fachperson.

Licht, Boden und Bad gesondert ansehen

Prüfen Sie von den üblichen Sitz- und Liegeplätzen aus: Ist ein Lichtschalter erreichbar, bevor Sie in einen dunklen Bereich gehen? Bleiben Schatten oder blendende Lichtquellen auf wichtigen Wegen? Notieren Sie die Stelle und lassen Sie geeignete Lösungen beraten.

Schauen Sie nach rutschenden Läufern, beschädigten Bodenstellen und losen Matten. Im Bad sind auch Nässe und der Weg zu Dusche oder Wanne wichtig. Legen Sie nicht vorsorglich zusätzliche lose Matten aus, die selbst wieder verrutschen können.

Das Gesundheitsportal des Bundes zur Wohnraumanpassung erläutert unter anderem Bewegungsflächen, Beleuchtung und Stolperstellen. Welche Veränderung zu Ihrer Wohnung passt, sollte bei größeren oder festen Anpassungen vor Ort geklärt werden.

Aus der Liste kleine Aufgaben machen

Markieren Sie zunächst Dinge, die ohne Umbau und ohne eigene Überforderung erledigt werden können. Halten Sie für die übrigen Punkte fest, wen Sie ansprechen: Angehörige, Vermietung, Hausverwaltung, Handwerksbetrieb oder Wohnberatung.

Ein Beispiel: Die Tasche im Flur bekommt einen anderen Ablageplatz. Eine beschädigte Treppenbeleuchtung wird der Hausverwaltung gemeldet. Eine schwierige Schwelle wird mit einer Wohnberatung besprochen. Diese drei Aufgaben benötigen unterschiedliche Schritte.

Vereinbaren Sie für jede offene Aufgabe einen nächsten Kontakt. Gehen Sie nach einer Veränderung den betreffenden Weg erneut gemeinsam durch. Prüfen Sie, ob Türen weiterhin nutzbar sind und ob das Umstellen an anderer Stelle ein neues Hindernis geschaffen hat.

Ihre kurze Checkliste

  • Häufig genutzte Wege bei ausreichendem Licht angesehen.
  • Kabel, Teppichkanten und abgestellte Gegenstände notiert.
  • Erreichbarkeit von Licht und Alltagsgegenständen geprüft.
  • Leichte Aufgaben erledigt, Fachfragen weitergegeben.
  • Veränderte Wege anschließend nochmals geprüft.

Redaktioneller Stand und Quellenabgleich: 20.10.2026. Der Rundgang kann Hindernisse sichtbar machen, aber Stürze nicht sicher ausschließen.