Verwenden Sie für jedes Onlinekonto ein eigenes Passwort und bewahren Sie es geschützt auf. Ein Passwortmanager kann dabei helfen. Das ist ein Programm, das Zugangsdaten verwaltet und neue Passwörter erzeugen kann. Beginnen Sie mit einem Konto und prüfen Sie, ob Sie die Anmeldung und den späteren Wiederzugang verstehen.
Eine Übersicht ohne geheime Angaben anlegen
Notieren Sie zunächst, welche Konten Sie nutzen: etwa E-Mail, Versandhandel oder ein Kundenportal. Ergänzen Sie die offizielle Internetadresse und den verwendeten Benutzernamen. Schreiben Sie die Passwörter nicht auf diese allgemeine Aufgabenliste.
Markieren Sie, wo bisher dasselbe Passwort mehrfach verwendet wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt eigene Passwörter für jedes Konto. Wird ein mehrfach verwendetes Passwort bekannt, können sonst weitere Zugänge betroffen sein.
Wählen Sie für die Umstellung einen ruhigen Zeitpunkt. Ändern Sie nicht alle Zugänge gleichzeitig. So können Sie jeden erledigten Schritt prüfen und behalten offene Aufgaben im Blick.
Eine passende Verwaltung auswählen
Prüfen Sie bei einem Passwortmanager, ob Sie ihn auf Ihren Geräten gut bedienen können. Gibt es verständliche Hilfen? Wie wird er entsperrt? Wie erstellen Sie eine Sicherung, und was passiert bei einem Gerätewechsel?
Installieren Sie Software nur aus einer verlässlichen Quelle, etwa dem offiziellen Angebot des Herstellers oder dem vorgesehenen App-Store. Entscheiden Sie auch, ob Sie die Daten nur auf einem Gerät oder auf mehreren Geräten benötigen. Das BSI behandelt solche Unterschiede im Gespräch über die sichere Nutzung von Passwortmanagern.
Richten Sie einen starken Zugangsschutz für die Verwaltung ein. Ein dafür verwendetes Hauptpasswort heißt oft Masterpasswort. Verwenden Sie es ausschließlich für diesen Zweck. Klären Sie anhand der Anleitung, wie Sie bei einem vergessenen Hauptpasswort vorgehen können; eine Wiederherstellung ist nicht bei jedem Produkt möglich.
Ein Konto nach dem anderen umstellen
Öffnen Sie die bekannte Internetadresse des Dienstes selbst. Suchen Sie in dessen Kontoeinstellungen nach der Passwortänderung. Lassen Sie ein neues, nur für dieses Konto bestimmtes Passwort erzeugen oder wählen Sie ein entsprechend starkes eigenes Passwort.
Speichern Sie den neuen Eintrag mit passender Internetadresse und Benutzername. Prüfen Sie anschließend, dass die Anmeldung mit dem neuen Passwort funktioniert. Kennzeichnen Sie den Vorgang erst danach als erledigt.
Die Polizeiliche Kriminalprävention erläutert sichere Passwörter und ihre Aufbewahrung. Leicht erratbare persönliche Angaben und einfache Muster eignen sich nicht. Übernehmen Sie auch kein Beispielpasswort aus einer Anleitung.
Wiederzugang und Unterstützung vorbereiten
Richten Sie die vom Programm vorgesehene geschützte Sicherung ein und prüfen Sie die Anleitung zum Wiederherstellen. Ein gegebenenfalls vorhandenes Notfallblatt gehört an einen gegen unbefugten Zugriff geschützten Ort. Bewahren Sie es nicht offen neben dem Gerät auf.
Wenn Sie wenige Zugänge auf Papier verwalten, wählen Sie ebenfalls einen geschützten Aufbewahrungsort. Eine offen zugängliche Liste oder eine ungeschützte Textdatei ist keine geeignete Lösung. Überlegen Sie ausdrücklich, wer auf die Unterlagen zugreifen darf.
Eine vertraute Person kann Ihnen Menüs erklären. Lassen Sie Ihre Passwörter und Bestätigungscodes dabei unter Ihrer Kontrolle. Verschicken Sie die gesamte Sammlung nicht per E-Mail oder Messenger. Wenn ein Passwort möglicherweise bekannt geworden ist, ändern Sie es beim betroffenen Dienst und bei weiteren Konten, an denen Sie es ebenfalls verwendet haben.
Ihre kurze Checkliste
- Kontenübersicht ohne Passwörter angelegt.
- Verständliche und geschützte Verwaltung gewählt.
- Für jedes Konto ein eigenes Passwort verwendet.
- Neue Anmeldung erfolgreich geprüft.
- Sicherung und Wiederzugang geklärt.
Redaktioneller Stand und Quellenabgleich: 20.10.2026. Einstellungen und Wiederherstellungswege unterscheiden sich je nach Anbieter.
